Von den rund 2.000 Freiwilligen, die sich für solche Einsätze gemeldet hatten, wurden 300 für die Einsätze ausgewählt. Ein erheblicher Teil der nichteingesetzten Freiwilligen fand danach für das "Kommando Bienenstock" eine Einsatzverwendung. Auch diese Aktion wurde durch den Luftwaffen-Offizier Oberst Hajo Herrmann initiiert. Aufgabe der überwiegend jungen Flugzeugführer sollte sein, mit leichten Flugzeugen, überwiegend Bücker Bü 181, an deren Flügel Panzerfäuste befestigt waren, gegnerische Panzerkolonnen anzugreifen. Doch auch andere Aktionen waren geplant. So sollten z.B. auf der italienischen Halbinsel alliierte Flugplätze angegriffen werden, wobei der Treibstoff der Maschinen nur für den Hinflug gereicht hätte. Weiterhin wurden u. a. Sabotageeinsätze bis nach Ungarn durchgeführt.
Dank des Archivs des zwischenzeitlich verstorbenen Dr. Fritz Marktscheffel, der schon frühzeitig Dokumente über dieses vergessene Kapitel des Zweiten Weltkriegs archiviert hatte, gelang es dem Autor dieser Publikation, dieses Kapitel kurzweilig, aber auf sicherer Dokumentenlage, dem Leser zu vermitteln.
100 Seiten im großformatigen Festeinband
Diesen Artikel haben wir am 12.03.2024 in unseren Katalog aufgenommen.